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Die Gedenkfeier

Mai 2021

Absage Gedenkfeier

 Palliativteam UK Krems



Sie haben im Jahr 2019/2020 eine nahe Angehörige / einen nahen Angehörigen oder eine Ihnen vertraute Person verabschiedet.

 

Aus diesem Grund wollten wir Sie primär im November 2020 zu unserer jährlich stattfindenden Gedenkfeier einladen, haben den Termin aber coronabedingt auf den 10.6.2021 verschieben müssen. Da die Coronasituation noch immer vorhanden ist, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir die Feier auch im Juni nicht abhalten können – bitte um Verständnis.

Sollten Sie jedoch an der nächsten Gedenkfeier teilnehmen wollen, sind Sie dazu herzlich eingeladen. Die Feier findet voraussichtlich am 2.12.2021 um 18.00 Uhr statt.

Ob und wo die Feier stattfinden wird, können Sie ab Mitte November 2021 unserer Homepage www.fvpc.at entnehmen, oder Sie kontaktieren zeitnah Frau Manuela Wasl unter 0650/3511256.

 

Wir können einander im Juni zwar nicht persönlich sehen, seien Sie aber gewiss, dass wir Ihrer und der vom Palliativteam betreuten und verstorbenen Menschen gedenken.

Wir wünschen Ihnen alles erdenklich Gute!

Ihr Palliativteam und das Team der Seelsorge                                     Krems, 17.5.2021

November 2020

Zwei Bäume im Park  



Zwei große Bäume stehen dicht beieinander in einem Park. Sie kennen sich schon seit frühester Jugend. Die Äste des einen Baumes ragen in die Krone des anderen. Beide haben sich gegenseitig hervor-ragend einander an-gepasst. Im Frühjahrentfalten sich zur gleichen Zeit die ersten Blätter. Da, wo die einen Äste sich weiter ausdehnen, hält sich der andere Baum zurück. Beide nehmen Rücksicht aufeinander. Im Herbst machen sich beide für den Winter bereit. Sieschützen sich gegenseitig vor starkem Wind. 

 Der eine Baum gewährt dem anderen Schatten. Sie holen sich aus dem Boden ihr Wasser und teilen es sorgfältig. So haben sich beide gemeinsam entwickelt, sind alt geworden und haben schon viele Jahresringe gemeinsam aufgebaut. Eines Tages schlägt der Blitz in einen der Bäume ein und fällt diesen. Er wird wortlos von Waldarbeitern abtransportiert.

Der andere Baum bleibt alleinez urück. Er kann einfach nicht glauben, dass sein geliebter, treuer Nachbar nicht mehr da sein soll. Wo sie sich doch für den nächsten Winter schon soviel vorgenommen hatten. Er wünscht, einfach nur einen bösen Traumgeträumt zu haben, und morgen nach dem Aufwachen sei alles wieder in Ordnung.

Doch am nächsten Morgen ist er immer noch allein. Er schaut suchend umher,doch er kann seinen Nachbarn nirgendwo entdecken. Er fühlt sich nackt undhilflos. Jetzt erst wird ihm bewusst, dass er all die Jahre vom anderen BaumSchutz geboten bekommen hatte. Er bemerkt, dass er auf der Seite, die demanderen Baum zugewandt war, schwächer entwickelt ist. Die Äste sind kürzer und weniger dicht mit Blättern übersät. Ja, er muss sogar aufpassen, sichnicht nach der anderen Seite zu neigen und umzufallen. Der Wind fährt ihmgarstig in die schwache Seite. Wie schön wäre es doch, wenn sein Nachbar noch da wäre. Er beginnt zuhadern, warum der Blitz ausgerechnet in seinen Nachbarn einschlagenmusste. Es gibt doch noch mehr Bäume im Park.

Er hat Angst vor dem langen, harten Winter, den er jetzt alleine durchstehenmuss. Er seufzt, fühlt sich sehr einsam. Warum konnte der Blitz denn nicht siebeide treffen? Nie mehr würde er so einen Nachbarn finden, mit dem er allesteilen könnte. Nie mehr könnten er und sein Nachbar über gemeinsameschöne Stunden sprechen, die sie beide erlebt hatten. Hätte er am Ende seineÄste weiter zu seinem Nachbarn hinstrecken sollen, dass der Blitz auch ihnhätte treffen können? So quält er sich mit Schuldgefühlen, Ängsten und Verzweiflung. Die Sonnescheint wie immer und sendet ihre wärmenden Strahlen, doch er verspürt sienicht. Es wird Winter und er verbringt die Zeit alleine. 

Er überlegt, ob dies wohl der Sinn des Lebens sei. Eines nachts, als er wieder einmal grübelte, kam ihm die Idee, dass er sich imnächsten Frühjahr sehr anstrengen könnte, besonders die Äste seinerschwachen Seite wachsen zu lassen. Er könnte versuchen, die leeren Stellen,die der Nachbar mit seinen Ästen ausgefüllt hatte, zu füllen. Er hatte ja jetztmehr Platz, sich auszubreiten. Er musste keine Rücksicht mehr nehmen undhatte Nahrung für zwei. So begann er, all seine Energien darauf zu verwenden, die Lücke, die seinNachbar hinterlassen hatte, allmählich auszufüllen. Ganz vorsichtig ließ erneue Äste wachsen. Es dauerte, aber er hatte ja Zeit. Und manches Mal warer sogar ein klein bisschen stolz darauf, alleine gegen die Kälte und die Windeanzukämpfen. 

Er wusste, dass es nie mehr so sein würde wie früher, aber wenn der Nachbarjetzt noch einmal kommen würde oder gar ein neuer Nachbar, hätte er nichtmehr so viel Platz zur Verfügung wie früher. Eines wusste er genau. Er würdeden alten Nachbarn nie vergessen, denn er hatte ja die ersten 50 Jahresringemit ihm gemeinsam verbracht. Zu jedem Jahresring konnte er gemeinsamerlebte Geschichten erzählen. Zu den letzten drei Jahresringen hatte er zu erzählen, wie er gelernt hat, alleinzu leben, seinen Ästen eine neue Richtung zu geben und seinen Platz im Parkneu zu gestalten. 

November 2020

Gedenkfeier des Palliativteams Krems  


Text: Gabriele Pachschwöll

Sie haben im Jahr 2019/2020 einen nahen Angehörigen verabschiedet. Gerne hätten wir Sie mit diesem Brief zu unserer jährlich stattfindenden Gedenkfeier für die vom Palliativteam betreuten verstorbenen Patientinnen und Patienten eingeladen. Coronabedingt ist es uns leider nicht möglich, den geplanten Termin am 26. 11. 2020 einzuhalten.Gerade weil sich die Verabschiedung für viele von Ihnen auf Grund der Pandemie schwierig gestaltet hat, ist es uns umso wichtiger, einen Ersatztermin anzubieten

Die Feier findet voraussichtlich am Donnerstag 

10.6.2021 um 18:00 Uhr

 in der Pfarrkirche St.Paul / Mitterau Krems statt.


Eine diesbezügliche Einladung folgt circa drei Wochen vor dem geplanten Termin. Auf Ihr Kommen freuen sich jetzt schon das Palliativteam und die Seelsorge.Wir legen Ihnen eine Geschichte bei, die zum Nachdenken einlädt.

Organisationsteam:

Mag. Franz Hirsch Seelsorge UK Krems

DGKP Monika Lukas

DGKP Elisabeth Sax

DGKP Andrea Weigl

Mail: monika.lukas@krems.lknoe.atTel: 02732/9004-23411






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