Förderverein Palliative Care Universitätsklinikum Krems Logo

Berichte

Juli 2020

Neu im Ehrenamt-Koordinatorinnen-Team


Text: Silvia Hogl

Ich bin Silvia Hogl, und 1977 geboren. Mein Lebensmittelpunkt ist im Straßertal, wo ich mit meinem Mann, meiner Tochter und unseren Tieren lebe. 

Kommunikation ist der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Im Jahr 2000 begann ich in meinem Quellberuf als Werbegrafikerin zu arbeiten. Seit 2014 bin ich auch als Psychotherapeutin in freier Praxis tätig. Einer meiner Arbeitsschwerpunkte ist die Unterstützung von Menschen mit unheilbaren Krankheiten und deren Angehörigen. 2011 begann ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin des Fördervereins Palliative Care, und begleite seither Patient*innen im mobilen Bereich (Hausbesuche, Begleitung zu Terminen, etc.).

Respektvolle Begegnung und wertschätzender Umgang sind mir im Kontakt mit Patient*innen und deren Angehörigen sehr wichtig. Die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Betroffenen, die Vermittlung von wichtigen Themen der Hospizbewegung in der Öffentlichkeit, und eine gute Vernetzung, gehören zu meinen „Herzensthemen“. 

Mit Juli 2020 durfte ich die Koordination des mobilen Ehrenamtlichen Teams übernehmen. Ich freue mich über diese neue Aufgabe in einem mir vertrauten und von mir sehr geschätzten Team!


Juni 2020

Eine nette Geste


Text: Tamara Auer

 

Mit dieser wunderschönen Torte und einem Korb voll Geschenken kamen uns die Töchter eines Patienten besuchen. Es war ihnen ein Anliegen noch einmal zurück zu kommen und uns Danke zu sagen für die gemeinsame Zeit bei uns auf der Station. 

Für uns ist es eine große Anerkennung wenn unser Tun Menschen zu so einer Geste bewegt. Wir bedanken uns herzlichst für das Geschenk.

Juni 2020 

Ein kleines "Danke" 


Text: Tamara Auer

 

Die Corona Zeit war für uns alle eine besondere Herausforderung. Nicht immer war es leicht all diese Angst, Einsamkeit und Unmut mitzutragen. Das Palliativteam hat dies jedoch mit Bravour gemeistert und aus diesem Grund, hat sich der Vorstand des Fördervereins eine kleine Aufmerksamkeit einfallen lassen. Einfach einmal danke sagen war die Devise.

Liebes Team,

wir möchten heute einmal DANKE sagen. Wir danken euch für euer Engagement und euer Durchhaltevermögen in den letzten Wochen. Ihr habt es trotz Krise geschafft den euch anvertrauten Menschen und deren Angehörigen eine Stütze zu sein und ihnen Kraft für den letzten Weg zu geben. Wie wir immer wieder durch die vielen Spenden und positiven Rückmeldungen sehen, leistet ihr Tag für Tag Unglaubliches und das mit einer Hingabe und Liebe, die sehr berührend ist. 

Wir möchten euch deshalb jetzt einmal etwas zurückgeben und hoffen euch mit einem kleinen Geschenk eine Freude machen zu können. Genießt ein paar entspannte Momente und schaut gut auf euch. 

Mit diesen Worten bedankt sich der Vorstand des Fördervereins vielmals für die tolle Arbeit die alle Beteiligten auf dieser Station leisten.

Pressemitteilung, 28.April 2020

ESMO-Zertifikat verlängert: die Palliativeinheit des UK Krems wurde erneut für die exzellente Zusammenarbeit zwischen Palliativmedizin und Onkologie ausgezeichnet

Text: Katharina Linsbauer, MA


KREMS – Bereits zum dritten Mal erhielt die Palliativeinheit des Universitätsklinikums Krems die Auszeichnung der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie. Der Palliativbereich des Universitätsklinikums Krems gehört somit zu insgesamt fünf Zentren in Österreich, die dieses Zertifikat erhielten. Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (European Society for Medical Oncology = ESMO) bietet seit 2004 ein motivierendes Programm an, welches onkologischen Zentren, die Palliativmedizin integrieren, ermöglicht, sich für das Prädikat „ESMO designated center of integrated oncology and palliative care“ zu bewerben. Zentren, die dieses Prädikat tragen, müssen insgesamt 13 Kriterien erfüllen, die gewährleisten, dass palliative Betreuung routinemäßig in die Behandlung onkologischer Patienten eingebunden ist. Es bedarf einer intensiven Zusammenarbeit und Vernetzung von Medizin, Pflege, Palliativversorgung, Psychologie, Seelsorge, Sozialdienst und dem extramuralen Bereich. Ebenso muss eine Notfallversorgung vor Ort sein, ambulante, tagesklinische und stationäre Angebote sind ebenso Voraussetzung, wie hohe Standards in der medizinischen Therapie und regelmäßige Lehre und Forschung im Bereich der Supportivtherapie. All diese Kriterien erfüllt die Palliativeinheit des Universitätsklinikums Krems, weshalb diese qualitativ hochwertige Arbeit nun erneut bestätigt wurde. „Die umfassende und nachweislich integrierte Versorgung, gepaart mit einer gelebten Menschlichkeit und einer hohen Fachkompetenz machen unsere Palliativeinheit aus. Umso mehr freut es mich, wenn diese herausragende Leistung auch von internationaler Stelle anerkannt wird“ freut sich Pflegedirektorin Annette Wachter, MMSc über die Auszeichnung. 

Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte diesmal aufgrund der aktuellen Situation per Email und konnte nicht persönlich entgegengenommen werden, was die Freude aber nicht schmälert. „Durch die Zertifizierung gelingt uns eine weltweite Vernetzung mit ähnlichen Zentren, auch die Teilnahme an Studien und Projekten wird dadurch gefördert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Onkologie und Palliativmedizin bringt für Patientinnen und Patienten einen in Studien klar ersichtlichen Überlebensvorteil“ schildert die organisatorische Leiterin der Palliativstation, OÄ Priv.D oz. Dr. Gudrun Kreye Gudrun, stolz. Auch in Zukunft wird die Palliativeinheit des UK Krems bemüht sein, die hohen Standards, die zu Aufrechterhaltung dieser Auszeichnung notwendig sind, zu erhalten und kontinuierlich zu verbessern, um sich in drei Jahren neuerlich um diese Auszeichnung bemühen zu können. 

März 2020

Jahresbericht 


Bericht: Gabriele Pachschwöll, MSc stv. Obfrau


Das Jahr 2019 stand ganz im Zeichen des 9. Internationalen Forschungstreffens der „Palliative Care Research Collaborative“ (EPCRC), welches vom 23.−25.10.2019 in Krems stattfand und hauptsächlich von Priv. Doz. OÄ Dr. Gudrun Kreye mit Unterstützung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Palliativteams organisiert wurde. 130 Teilnehmer aus dem In- und Ausland wurde ein hochkarätiges Programm bei wunderschönem Wetter geboten. 

Aber auch sonst hat sich 2019 in unserem Palliativteam bzw. dem Förderverein einiges getan: Anfang Jänner ist unser Förderverein Mitglied der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) geworden, deren Vorstand aktuell Priv. Doz. OÄ Dr. Kreye (Leitung wissenschaftlicher Beirat) und DGKP Manuela Wasl, MSc (Leitung Pflegegruppe) angehören. Dr. Maria Magdalena Klausner ist zur Freude aller Mitarbeiter am 1.2.2019 mit 21 Wochenstunden aus der Karenz zurückgekehrt und bereichert mit ihrem sonnigen und offenen Wesen sowohl das Team als auch Patienten und Angehörige. Vom 1. bis zum 28.2. hat Dr. Jakob Nimpf unser Ärztinnenteam punktuell verstärkt, aber auch Erfahrung in Palliativmedizin sammeln können. 

Anfang März konnte ein pakistanischer Onkologe, der ein ESMO-Stipendium für den 4-wöchigen Besuch eines ESMO-Designated Centers erhalten hat, für 4 Wochen die Arbeitsweise des Palliativteams kennenlernen. Priv. Doz. OÄ Dr. Gudrun Kreye wiederum hat von April bis Ende Juni 2019 Erfahrung an der Abteilung Innere Medizin 1 (Hämato-Onkologie und Aplasiestation) des Universitätsklinikums St. Pölten sammeln können. Während dieser Zeit stand Dr. Melanie Nimpf im Rahmen ihrer Ausbildung zur Fachärztin für Innere Medizin unseren Palliativärztinnen mit großem Engagement zur Seite. Zum allerersten Mal durften wir für 3 Monate eine KPJ-Studentin der Karl-Landsteiner-Privatuniversität bei uns begrüßen. Magdalena Heim lernte in dieser Zeit die Aspekte des 3-Säulenmodells kennen. Von 30.9.−17.11.2019 und vom 25.11.−19.1.2020 hat sie das Ärztinnenteam mit sehr großem Elan unterstützt. Traditionellerweise wurden wir am 3.5. zum Abschlussessen der Fa. Amiblu/Etertec nach einem erfolgten Benefizturnier in den Golfclub Lengenfeld zur Spendenübergabe geladen. 

Um Palliative Care im Alltag gut umsetzen zu können, brauchen wir als betreuendes Team immer wieder Stunden des Innehaltens und der Reflexion. Erforderliche Prozesse und Supervisionen werden nach mehrjähriger Pause erneut von Mag.a Gabriele Lederer sehr professionell und erfolgreich begleitet und gecoacht. Da die Herausforderungen für unsere Ehrenamtskoordinatorinnen Angela Wagner und Manuela Wasl, MSc stetig steigen, wurden ihnen Mitte des Jahres zwei neue Handys zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns, dass DGKP Verena Chudik seit 2.9.2019 unser Palliativteam mit ihrem besonnenen und fröhlichen Charakter bereichert. Ab 23.9. begleitete die Musiktherapeutin Saskia Brauneis, BSc im Rahmen eines freiwilligen Praktikums unsere Patienten drei Monate lang sehr einfühlsam und kompetent. Eine echte Bereicherung für alle betreuten Personen. 

Vom 15.−16.11.2019 fand im Seminarhotel Altlengbachhof unsere Teamklausur statt, bei der unter der Leitung von Mag.a Gabriele Lederer viele Fachthemen interdisziplinär bearbeitet und Zukunftspläne geschmiedet wurden. Am Abend wurde der Teamgeist durch gemeinsames Feiern maximal gestärkt. Am 21.11. fand in der St. Paulkirche die 17. Gedenkfeier für die Angehörigen jener Patienten statt, welche von uns betreut wurden und im letzten Jahr verstorben sind. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an das Organisations-, Haupt- und Ehrenamtsteam, Herrn Doz. Franz Schmatz, die Musikerinnen, die Pfarre St. Paul, das UK Krems und nicht zuletzt die Angehörigen, über deren rege Teilnahme wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen. 

Palliative Betreuung ist ohne ehrenamtliche Mitarbeiter undenkbar. In Krems sind wir in der glücklichen Lage, von einem eigenen Ehrenamtsteam und zusätzlich durch das Mobile Caritas Hospizteam sehr professionell unterstützt zu werden. Durch deren Dienst sind nicht nur die Patienten und deren Angehörige gut betreut, sondern sie stehen auch den Mitarbeiterinnen des Palliativteams maximal zur Seite. Unsere Kollegin, DGKP Elisabeth Herbst, hat im Jahr 2019 den interdisziplinären Basiskurs Palliative Care in St. Pölten besucht und mit Erfolg abgeschlossen. Ihre Projektarbeit, die sie mit mehreren Kurskolleginnen verfasst hat, trägt den Titel „Ich möchte dich begleiten“. Der Folder, der dazu passend kreiert wurde, beschäftigt sich mit Themen rund um das Sterben und fand nicht nur in unserem Haus großen Anklang, sondern soll auch in anderen Landeskliniken Niederösterreichs zur Verfügung gestellt werden. Herzlichen Glückwunsch! 

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass der Förderverein 2019 sein 15−jähriges Bestehen begangen hat und auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. So werden u.a. seit vielen Jahren von Veronika Wartmann „Tanz kreativ & meditativ“ und von Elke Kohl samt Team die Kindertrauergruppe „CUT“ angeboten. Beide Gruppen werden mit hoher Professionalität und Liebe zu den Menschen geleitet. Unsere Kollegin, DGKP Tamara Auer, hat von Heinz Peter Posselt die Homepage übernommen und diese mit Unterstützung der Firma WVNET auf komplett neue Beine gestellt. Unser Dank gilt hier Heinz Peter Posselt für die jahrelange Betreuung der Homepage und Tamara Auer für das großartige Engagement, etwas Neues zu wagen. Tamara Auer hat aber nicht nur die Homepage, sondern ab Herbst auch die Funktion der Chefredakteurin unseres Newsletters von Christine Galler übernommen. Als Dank für die hervorragende Leistung hat Christine eine Ehrenurkunde vom Vorstand erhalten. Tamara wünschen wir viel Freude und Unterstützung seitens der Kolleginnen. Hierbei auch ein herzliches Dankeschön an Silvia Hogl, die den Newsletter seit Jahren in ein passendes Layout bringt. 

Der Vorstand hat 2019 vier Vorstandssitzungen abgehalten und eine Mitgliederversammlung einberufen. Hierbei sei erwähnt, dass alle Vorstandsmitglieder ehrenamtlich tätig sind und die Spenden statutenkonform verwendet werden. Die Vorstandsmitglieder und das gesamte Palliativteam sagen allen Spendern sowie ordentlichen und fördernden Mitgliedern herzlichen Dank für ihre Großzügigkeit, denn nur durch sie ist es möglich, alle genannten Projekte des Vereins, die Palliativstation, den Palliativkonsiliardienst bzw. das Mobile Palliativteam samt allen Mitarbeiterinnen bestmöglich zu unterstützen. Ein weiterer Dank gilt jenen Menschen, die den Palliativgedanken täglich neu umsetzen und so zu mehr Mitmenschlichkeit beitragen. Und last but not least sei der Klinikleitung des UK Krems für die Möglichkeit der Raumnutzung und den wohlwollenden Umgang mit dem Förderverein gedankt. 

„Der palliative Ansatz ist die Antwort auf die moderne Medizin. Wir müssen den Schwerpunkt auf das Sinnvolle und nicht nur auf das Machbare legen.“ Prof. Dr. med. G.D. Borasio






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